Johann Heinrich Pestalozzi Oberschule, Pirna

Bauherr | Stadt Pirna

Architekt | ARGE Hartmann+Helm.Milde+Möser

Planung | 2014-16  LPH 1-4, 2018 LPH 5-7

Fläche | 2.700 m²

Auf ca. 2.500 m² wird das vorhandene Außengelände grundhaft saniert und an die durch die Ergänzungsbauten vorgegebene neue räumliche Situation angepasst. Die Gestaltung umfasst den Schulhof bis zur vorhandenen Sportanlage sowie die verbleibenden Randbereiche am Neubau bzw. den Bestandsgebäuden bis zum öffentlichen Fußweg an der Schulstraße. Im Schulhof werden multifunktional Pausensitzbereiche, Sitzbereiche für Unterricht im Freien und Spielbereiche angeboten. Aufgrund der Konzentration von Nutzungsfunktionen wird eine weitgehende Befestigung mit Pflasterflächen vorgeschlagen, die von locker verteilten Baumstandorten unterbrochen werden. Geschwungene Pflastermuster unter Verwendung von Betonpflaster und vorhandenem Granitpflaster begleiten Wegeverbindungen und brechen die strenge Schulhofform. Drei Bauminseln werden als Sitzbereiche genutzt. Hierbei dienen zwei Nischen am Bestandsgebäude zur Gestaltung von „Grünen Klassenzimmern“. Ein auf einem Hügel bereits vorhandener Baum bildet den Mittelpunkt eines Sitzbereiches, der sich erhöht auf einem Podest formiert. Die Sitzelemente orientieren sich auf den Hofeingang des Bestandsgebäudes. Hier wurde das Eingangspodest vergrößert und mit einer großzügigen Treppenanlage versehen, die von der Gebäudeflucht eingedreht in den Hof führt. Das Podest dient bei Schulveranstaltungen als Bühne. Der hofseitige neue Anbau am Schulgebäude nimmt den neuen Haupteingang auf. Der vorgelagerte Platzbereich wird weiträumig von Einbauten und Bäumen freigestellt, um die Orientierung auf den Haupteingang zu unterstreichen. Die neue Toranlage in der Gebäudeflucht erhält neben einem zweiflügeligen Tor ein einflügeliges Fußgängertor. Die östliche vorhandene Toranlage bietet Zugang zu den Fahrradstellplätzen. Auf der Ostseite des Bestandsgebäudes wurden 170 Fahrradstellplätze eingeordnet. Um weitere Regenerationsmöglichkeiten in den Pausen anzubieten, wurde in einem bisher ungenutzten Wiesenbereich am Fußweg ein Ruhesitzbereich eingeordnet. Insgesamt bietet das Außengelände 186 Sitzplätze auf farbig gestalteten Sitzquadern, die als Gestaltungselement die Außenanlagen akzentuieren. Mit geschwungenen Pflanzflächen und  einer höhengestuften Strauch- und Staudenpflanzung sollen die organischen Formen der Platzgestaltung übernommen werden.